Der Wanderweg der italienischen Campo-Ignaga Frontlinie bietet ein bedeutendes Zeugnis der vom italienischen Heer im Ersten Weltkrieg errichteten Befestigungsanlagen – eingebettet in eine eindrucksvolle und strategisch bedeutsame alpine Landschaft.
Mit seinen Schützengräben und Unterständen vermittelt die Campo-Ignaga Route einen tiefen Einblick in den Gebirgskrieg und die extremen Lebensbedingungen an der Front. Die Campo-Ignaga-Linie bestand aus einem komplexen Netzwerk von Schützengräben, Befestigungsanlagen und Artilleriestellungen, das eine dauerhaft stabile Verteidigung gewährleisten sollte. Die in den Boden gegrabenen und meist mit Holzstrukturen und Sandsäcken befestigten Gräben boten den Soldaten sowohl Schutz als auch gesicherte Wachposten. Strategisch platzierte Stellungen ermöglichten gezielte Reaktionen auf feindliche Angriffe. Unterirdische Schutzräume, Verbindungswege und Munitionslager sorgten nicht nur für die Sicherheit der Truppen, sondern auch für die Aufrechterhaltung militärischer Abläufe.
Heute bieten die Überreste dieser eindrucksvollen Befestigungsanlagen eine einzigartige Gelegenheit, tief in die Militärgeschichte des Ersten Weltkriegs einzutauchen.
Nicht verpassen: die Seen Lago Campo und Lago d’Avolo.
Unbedingt ausreichend Proviant und Wasser mitnehmen, da sich ein Großteil der Route über die Granitflächen des Adamello Massivs in deutlich über 2.000 m Höhe erstreckt.
Den rot-weißen Markierungen aufmerksam folgen und, wo diese fehlen, den Steinmännchen folgen - insbesondere im hochalpinen Abschnitt zwischen den Bergpässen Passo Campo und Passo Ignaga