Ein herausforderndes Wandererlebnis, das mit spektakulären Panoramen und bedeutenden historischen Zeugnissen italienischer Militärstellungen belohnt.
Mehr als ein Jahrhundert ist vergangen, seit am Monte Melino Berg gekämpft wurde: Auf der einen Seite stand die Verteidigung einer tausendjährigen Grenze, auf der anderen der Versuch, die Verteidigungslinien zu durchbrechen. Den Angriff leitete das italienische Heer, während die österreichisch-ungarischen Truppen zur Verteidigung ausrückten. Die Route verläuft entlang der Südhänge des Monte Melino und führt zu den italienischen Posten in der Nähe des Gipfels.
Der Weg weist keine technischen Schwierigkeiten auf, verlangt jedoch – insbesondere während des Aufstiegs – eine äußerst gute Kondition. Auf etwas mehr als 7 Kilometern werden bei einer durchschnittlichen Steigung von etwa 21% über 600 Höhenmeter überwunden.
Die Wanderung folgt einem gut markierten, leicht begehbaren Pfad mit beeindruckenden Ausblicken bis hin zum Lago d’Idro (Idrosee). Anschließend trifft der Weg auf eine alte italienische Militärstraße, die entlang der Südflanke des Monte Melino verläuft und schließlich zu den steinernen Baracken der italienischen Stellungen führt.
Nicht verpassen: die „Cappella dei Morti“ (Totenkapelle) Die 1836 errichtete Kapelle war ein Geschenk der Bevölkerung zu Ehren Unserer Lieben Frau der Gnade als Ausdruck der Dankbarkeit, da man sich vor den Gefahren einer Choleraepidemie bewahrt glaubte.
Der Überlieferung zufolge waren vierzig Dorfbewohner, die zunächst zum Arbeiten nach Venedig auswanderten und anschließend nach Castel Condino zurückflohen, am Dosso dei Morti unter Quarantäne gestellt worden, um eine Cholera-Ansteckung im Dorf zu verhindern. Tragischerweise starben alle vierzig und wurden an jener Stelle bestattet, an der heute die Kapelle steht.
Einer Legende nach, soll die Jungfrau Maria selbst den Ort für den Bau der Kapelle bestimmt haben, indem sie auf schneebedecktem Boden eine Rose erblühen ließ.
1889 wurde die Kapelle restauriert und um einen Portikus erweitert. Im Inneren sind Gemälde erhalten geblieben, die die Geschichte der Epidemie darstellen.