Diese Wanderung führt zu den ehemaligen österreichisch-ungarischen Stellungen am Cima Pozzoni Gipfel, die – eingebettet in eine beeindruckende Gletscherlandschaft – einen strategischen Dreh- und Angelpunkt der Front im Ersten Weltkrieg bildeten. Einst von den Eiszungen des Vedrette di Làres Gletschers bedeckt, ist das Gebiet heute von Tümpeln und kleinen Seen durchsetzt, umgeben von einer kargen Felswüste.
Begebt euch auf eine Reise zum Cima Pozzoni Gipfel – eine Pilgerreise in die Vergangenheit, zu den Stellungen der k.u.k. Armee, die während des Ersten Weltkriegs das pulsierende Herz und strategische Nervenzentrum dieses Frontabschnitts bildeten. Hier kreuzten sich zwischen 1915 und 1917 die Schicksale von Soldaten, Nachschubtruppen und der elementaren Seilbahnverbindung, die untrennbar miteinander verbunden wurden.
Entlang des Weges, der am Pozzoni Gipfel entlangführt, erzählen zahllose Spuren jener Zeit ihre Geschichte, während die Landschaft zugleich Zeugnis der Erdgeschichte ablegt: eine harsche Hochgebirgslandschaft, geprägt vom dramatischen Rückzug des Vedrette di Làres Gletschers, der eine felsige Wüste mit Tümpeln und kleinen Seen zurückgelassen hat. Von seiner einstigen Gletscherzunge bleibt nur eine ferne Erinnerung – heute mehrere hundert Meter höher gelegen und fast unerreichbar.
Nahe des weiten Sella di Niscli Bergsattels wird die Vergangenheit greifbar. An den felsigen Hängen des Cima Pozzoni Gipfels sind die Spuren der Geschichte deutlich sichtbar: Reste von Baracken, Küchen und Magazinen liegen auf den Terrassen der Grate, nahe der Bergstation jener Seilbahn, die einst von der Rifugio Carè Alto Hütte hierherführte.
Es ist eine Reise der Erinnerung in der Erinnerung: Von diesem außergewöhnlichen Aussichtspunkt verbinden sich Geschichte und Natur zu einem gewaltigen Panorama, das einen tiefen und langanhaltenden Eindruck hinterlässt.
Bitte beachten: Um diese Route zu erreichen, muss zunächst der Abschnitt von Pian de la Sega (1.250 m) zur Schutzhütte Rifugio Carè Alto „Dante Ongari“ (2.450 m) zurückgelegt werden. Diese rund 5 km lange Strecke umfasst etwa 1.200 Höhenmeter und eine Gehzeit von ungefähr 3 Stunden. Weitere Details unter: Val di Borzago – La Via delle Valli.
Übersicht der Gehzeiten:
Auf Wanderweg SAT 215 von der Rifugio Carè Alto Hütte bis zur Abzweigung mit SAT 218A: 0:30 h.
Auf Wanderweg SAT 218A von der Abzweigung mit SAT 215 bis zum Passo Pozzoni Bergpass (Abzweigung mit SAT 218): 1:30 h.
Auf Wanderweg SAT 218 vom Passo Pozzoni Bergpass bis zur Abzweigung mit SAT 215 auf 2.480 m: 0:40 h.
Auf Wanderweg SAT 215 von der Abzweigung mit SAT 218 auf 2.480 m zurück zur Rifugio Carè Alto Hütte: 1:10 h.