Ein etwa einstündiger Rundgang, der den Besuch zweier bedeutender historischer Stätten des Ersten Weltkriegs ermöglicht – zurück in eine Zeit, als dieses Gebiet die Grenze zwischen dem Königreich Italien und der Österreichisch-Ungarischen Monarchie markierte.
Diese Route schlängelt sich durch Gemüsegärten und die ländliche Umgebung von Castel Condino und vermittelt einen authentischen Einblick in das örtliche Landleben. Die erste historische Station ist der Beobachtungsposten („Osservatorio“), der zwischen 2006 und 2007 restauriert und neu gestaltet wurde. Die Besucher erwartet hier ein kleiner Park mit Trinkbrunnen und zwei Holztischen; zudem kann eine italienische Militärstellung aus der Zeit des Ersten Weltkriegs (1915–1918) besichtigt werden. Der Beobachtungsposten ist nach Norden in Richtung Lardaro ausgerichtet – wo sich die österreichisch-ungarische Verteidigungslinie befand – und besteht aus einem kleinen Betonbau, der über eine Treppe zugänglich ist. Auf dessen Kuppel ist noch heute die Inschrift „4 Uhr – 22. Juni 1918“ zu lesen.
Die Route führt anschließend auf einer asphaltierten Straße weiter bis zur zweiten historischen Stätte: den Betonschützengräben. Sie sind mit einer Betondecke und kleinen, nach Norden ausgerichteten Schießscharten versehen. Dank der Restaurierungsarbeiten sind sowohl die Gräben als auch deren innere Verbindungsgänge begehbar.
Nicht verpassen: den Beobachtungsposten („Osservatorio“)
Während des Krieges spielte diese Anlage eine strategisch entscheidende Rolle. Von hier aus konnten feindliche Stellungen überwacht und das Artilleriefeuer gezielt koordiniert werden. Durch die Betonstruktur geschützt, beobachtete man die gegnerischen Soldaten durch eine schmale Scharte. Zudem war der Posten sorgfältig in die umliegende Vegetation getarnt, was seine Effektivität zusätzlich erhöhte.
An seiner Basis befindet sich eine in Fels geschlagene Höhle, deren Eingang mit einem Sturz versehen ist, der das Emblem der Chieti Brigade sowie die Inschrift „123 FANTERIA“ (123. Infanterie) trägt. Neben der Höhle liegen mehrere kleine Räume, die einst als Unterkunft der Garnison dienten.