Wege der Erinnerung
Vom Val di Genova bis zum Val di Fumo, von den Gletschern des Adamello bis zum Alpengarten auf der Cima Tombea, von den Hängen des Cop di Breguzzo bis zu den Talböden des Val Rendena und des Valle del Chiese – wohin man auch geht, begegnet man den Spuren des Konflikts, der dieses Gebiet zwischen 1915 und 1918 zerriss.
Ein Gebiet, das von einer tiefen Narbe durchzogen ist, die dem ehemaligen Frontverlauf folgt, der sich von den Gipfeln der Cadria-Gruppe bis zu den Höhen der Adamello-Presanella-Gruppe erstreckte.
Diese Linie ist noch heute deutlich erkennbar dank der zahlreichen erhaltenen Zeugnisse: die österreichisch-ungarischen Festungen der Sperre von Lardaro, Schützengräben in niedriger, mittlerer und hoher Lage, Baracken in unwegsamen und nahezu unzugänglichen Gebieten, Beobachtungsposten zur Feindbeobachtung, Materialseilbahnen für den Nachschub, Soldatenfriedhöfe an verschiedenen Orten sowie Museen, in denen die am Ende des Krieges zurückgelassenen oder vergessenen Gegenstände gesammelt wurden.
Heute kann dieses immense, dank des Engagements von Verwaltungen, Einrichtungen und lokalen Vereinen wiederhergestellte und aufgewertete Erbe über 26 Routen entdeckt werden, die sich über fast 230 km erstrecken und einen Gesamtanstieg von mehr als 16.000 Höhenmetern umfassen.
Routen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade, die selbstständig oder mit einem Guide erlebt werden können und Natur, Geschichte und Landschaft zu einer großen Erzählung verweben – zum Zuhören, Sehen und Entdecken.